Oldenburg, 17. September 2026. Das neu in den Oldenburger Stadtrat gewählte Bürger Bündnis Oldenburg (BB-OL) stellt unmittelbar nach der Kommunalwahl die Weichen für eine konsequente, transparente und basisdemokratische Arbeit im Rathaus: Der gewählte Ratsherr Andreas Sander verzichtet offiziell auf sein errungenes Mandat, um dem Spitzenkandidaten und ersten Vorsitzenden der Wählervereinigung, Holger Martin Wilkens, den Einzug in den Stadtrat zu ermöglichen.
Bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 erreichte das erst 2025 gegründete Bürger Bündnis aus dem Stand 2,2 Prozent der Stimmen und damit einen Sitz im künftigen Oldenburger Stadtrat. Da das niedersächsische Kommunalwahlrecht den Sitz in diesem Fall der Person mit den meisten Stimmen auf der Liste im stärksten Wahlbereich zuspricht, fiel das Mandat formal an den zweiten Vorsitzenden Andreas Sander. Da Holger Martin Wilkens jedoch das stadtweit stärkste Einzelergebnis aller BB-OL-Bewerber erzielen konnte, vollzieht das Bündnis nun den demokratisch folgerichtigen Schritt.
Demokratischer Wählerwille im Fokus
„Für uns steht die Glaubwürdigkeit und der klar erkennbare Wille der Wählerinnen und Wähler an oberster Stelle“, erklärt Andreas Sander seinen Verzicht. „Holger Martin Wilkens hat als unser Spitzen- und Oberbürgermeisterkandidat das Gesicht unseres Wahlkampfs geprägt und das größte Vertrauen der Bürger genossen. Es entspricht unserem Verständnis von gelebter Demokratie, dass die Person mit dem stärksten Zuspruch unsere Wählergemeinschaft auch im Stadtrat repräsentiert.“
Holger Martin Wilkens, der bei der parallel stattgefundenen Oberbürgermeisterwahl 3.854 Stimmen (4,5 Prozent) verbuchen konnte, nimmt das Mandat mit großem Respekt an:
„Ich danke Andreas Sander ausdrücklich für diesen uneigennützigen Schritt, der zeigt, dass es uns bei BB-OL nicht um persönliche Posten, sondern um die Sache geht.“
Der Wechsel muss noch das gesetzlich vorgesehene Verfahren nach dem Niedersächsischen Kommunalwahlgesetz durchlaufen, in dessen Rahmen der Wahlausschuss der Stadt Oldenburg den Sitzwechsel formal feststellt. Das Bürger Bündnis hat die dafür nötigen Schritte eingeleitet und rechnet mit einem zeitnahen Abschluss.
Keine Wahlempfehlung zur Stichwahl
Mit Blick auf die anstehende Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters bekräftigt das Bündnis seine bereits im Wahlkampf vertretene Position und spricht keine Wahlempfehlung für einen der beiden verbliebenen Kandidaten aus.
„Für uns zählen auch nach der Wahl ganz klar die vorher getroffenen Aussagen“, so Holger Martin Wilkens. „Kernfokus der politischen Arbeit werden die Stabilisierung der Stadtfinanzen, eine verlässliche Daseinsvorsorge sowie die verbindliche Bürgerbeteiligung bei städtischen Großprojekten sein.“
Unabhängig von der nicht ausgesprochenen Wahlempfehlung schließt BB-OL eine projektbezogene Zusammenarbeit mit Parteien und Gruppierungen im neuen Stadtrat nicht aus. Wie und in welchen Themenfeldern eine solche Zusammenarbeit stattfinden kann, wird sich nach der Konstituierung des neuen Rates zeigen.
